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Mit Abadox liegt uns eines der sehr wenigen Shoot´em up´s
für das Nintendo Entertainment System, kurz NES, vor. Ein kleines
Intro, in dem unser Jetpack-Held das große Mutterschiff verlässt
und einen sehr bösartig grinsenden Planeten ansteuert, bereitet
den Spieler auf seine Aufgabe vor.
Über der Oberfläche des komplett organischen Planeten geht
es im ersten horizontalen Level direkt zur Sache. Unser Held wird sofort
von zahlreichen Gegnern wie Augen, Mündern oder Dämonenfratzen
angegriffen, denen mit seiner kleinen Waffe gar nicht so leicht beizukommen
ist. Zum Glück gibt es direkt am Anfang einige Power up´s
zum Aufsammeln, die neben zusätzlicher Geschwindigkeit und einem
Dreifachschuss noch einige rotierende Schutzkugeln unserem Helden zur
Verfügung stellen. So ausgerüstet stellt der erste Mittelgegner,
ein hüpfender Knochenhund, keine ernsthaften Schwierigkeiten dar.
Der zweite Teil des ersten Levels führt uns bereits in das Innere
des Planeten, wo man nicht nur schießen sondern auch zahlreichen
Hindernissen ausweichen muss. Leistet man sich einen Fehler, wird man
zum Rücksetzpunkt am Anfang des Levels bzw. hinter dem Mittelgegner
zurückversetzt und muss den Abschnitt, seiner bisherigen Ausrüstung
beraubt, wiederholen. Nachdem man den ersten Level mit einem schaurig
schönen Endgegner erfolgreich beendet hat, wechselt das Spiel in
die vertikale Perspektive. Und hier erwartet wohl jeden Spieler die
erste Überraschung: Der Bildschirm scrollt nicht wie gewohnt von
unten nach oben, sondern von oben nach unten. Diese Spielweise ist mir
bislang bei keinem anderen Shoot´em up bekannt. Und sie ist am
Anfang auch recht gewöhnungsbedürftig. Trotz Anfangsschwierigkeiten
ist der zweite Level für einen erfahrenen Spieler aber leicht zu
bewältigen. Die weiteren Levels wechseln dann regelmäßig
die Perspektive, so dass man im Endeffekt vier horizontale und drei
vertikale Levels durchspielen muss. Der Schwierigkeitsgrad nimmt dabei
beständig zu und bringt ab dem sechsten Level, an dessen Ende bereits
der finale Endgegner wartet, sogar Shoot´em up-Profis ins Schwitzen.
Im siebten und letzten Level macht man sich daran, den explodierenden
Planeten zu verlassen. Hierbei muss man mit einer extrem hohen Geschwindigkeit
zahlreichen Hindernissen ausweichen.
Abadox weiß von Anfang an richtig zu begeistern und ist für
mich eines der besten NES-Spiele überhaupt. Auch wenn es nicht
ganz leicht ist, ist es aufgrund der unendlich vielen Continues mit
ein wenig Übung zu schaffen. Die vielen originellen Mittel- und
Endgegner sowie die zahlreichen Waffen sorgen für eine extrem hohe
Motivation.
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