Als das Mutterschiff Arkanoid zerstört wird, gelingt es nur dem Raumschiff
Vaus sich zu retten. Gefangen im All irrt es aber umher und wird dort
von einer unbekannten Macht festgehalten. So schnell ist die Geschichte
zu dem wohl beliebtesten und bekanntesten Geschicklichkeitsspiel von Imagine
erzählt, bei dem man sich seinen Weg durch eine seltsame, aus unterschiedlich
angeordneten bunten Blöcken bestehende Dimension bahnen muss, welche
sich unter der Kontrolle eines Wesens namens Fort Doh befindet.
Um diese Aufgabe bewältigen zu können, ist das Raumschiff
mit einer Kugel verbunden, die am Anfang eines jeden Levels abgeschossen
wird und die Blöcke beim Aufprall zerstört. Die Kugel, die
dann, den Gesetzen des Universums gehorchend, runterfällt, muss
natürlich wieder aufgefangen werden, und sie sollte sich dann im
Idealfall immer zwischen dem Raumschiff und den Blöcken hin und
her bewegen. Was am Anfang noch ziemlich leicht zu schaffen ist, entpuppt
sich schon sehr bald als eine sehr schwierige Aufgabe, die vollste Aufmerksamkeit
und Konzentration, aber auch vorausschauendes Denken von dem Spieler
erfordert. Verfehlt man mal die Kugel und lässt sie in den Abgrund
fallen, so ist eines der wenigen Leben dahin. Die Kugel gewinnt mit
der Zeit auch immer mehr an Geschwindigkeit, und mit jedem weiteren
Level sind die Blöcke immer schwieriger zu treffen. Oft sind sie
hinter unzerstörbaren Mauern positioniert, so dass man schon teilweise
genau den richtigen Winkel finden muss, damit der Ball auch in die gewünschte
Richtung fliegt. Zudem tummeln sich mit der Zeit immer mehr von den
seltsamen Bewohnern der Dimension auf dem Bildschirm, die die Flugbahn
der Kugel oftmals negativ beeinflussen. Zum Glück hinterlassen
aber manche zerstörte Blöcke Extras, die aufgesammelt werden
können (was allerdings nicht immer möglich ist, da man oft
damit beschäftigt ist die Kugel aufzufangen, während die Extras
gerade an einem vorbeifliegen) und einem das Leben in der von Doh kontrollierten
Dimension etwas erleichtern. Ein Extra reduziert die Geschwindigkeit
der Kugel, ein anderes macht euer Raumschiff größer, so dass
es dann ein leichteres ist die Kugel nicht mehr zu verfehlen, ein weiteres
nützliches Extra lässt die Kugel an dem Raumschiff für
einige Sekunden lang haften, und es gibt auch ein sehr seltenes Extra,
mit dem man sofort zum nächsten Level gelangen kann. Insgesamt
müssen 32 Levels überwunden werden, bevor man dann letztendlich
auf Doh, der als ein großes Gesicht in der Mitte des Raumes dargestellt
wird, trifft. Hat man ihn aus dem Weg geräumt (was im Vergleich
zu den letzten und sehr harten Levels einem wie ein Spaziergang vorkommen
müsste), ist man von der nun bekannten Macht befreit und kann ein
kurzes, sich wiederholendes, aber wirklich sehr gelungenes Musikstück
der Endsequenz genießen.
Die mir bekannten drei Versionen des Spiels (Arcade-, Amiga- und C-64-Version)
sind sehr sauber programmiert, woraus eine sehr flüssige und störungsfreie
Spielbarkeit resultiert, die sich wiederum in einem hohen Motivations-
und Spaßfaktor (Vorsicht Suchtgefahr!) wiederspiegelt. Durch die
interessante Farb-, Form- und Mustergestaltung gelingt es Arkanoid auch
wirklich sehr gut eine Atmosphäre einer fremden und bedrohlichen
Dimension auszustrahlen, die den Spieler wirklich stundenlang gefangen
halten kann. Alle, die ihre Reaktionsfähigkeit unter Beweis stellen
möchten und noch zusätzlich ein Faible für Klassiker
aus der guten alten Zeit haben, werden sicherlich ihre helle Freude
bei diesem Spiel haben. Lediglich der wirklich sehr hohe Schwierigkeitsgrad
kann auf Dauer für etwas Frust sorgen.
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