Arkanoid
Geschicklichkeit

Lyrion
November 03
 

Als das Mutterschiff Arkanoid zerstört wird, gelingt es nur dem Raumschiff Vaus sich zu retten. Gefangen im All irrt es aber umher und wird dort von einer unbekannten Macht festgehalten. So schnell ist die Geschichte zu dem wohl beliebtesten und bekanntesten Geschicklichkeitsspiel von Imagine erzählt, bei dem man sich seinen Weg durch eine seltsame, aus unterschiedlich angeordneten bunten Blöcken bestehende Dimension bahnen muss, welche sich unter der Kontrolle eines Wesens namens Fort Doh befindet.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, ist das Raumschiff mit einer Kugel verbunden, die am Anfang eines jeden Levels abgeschossen wird und die Blöcke beim Aufprall zerstört. Die Kugel, die dann, den Gesetzen des Universums gehorchend, runterfällt, muss natürlich wieder aufgefangen werden, und sie sollte sich dann im Idealfall immer zwischen dem Raumschiff und den Blöcken hin und her bewegen. Was am Anfang noch ziemlich leicht zu schaffen ist, entpuppt sich schon sehr bald als eine sehr schwierige Aufgabe, die vollste Aufmerksamkeit und Konzentration, aber auch vorausschauendes Denken von dem Spieler erfordert. Verfehlt man mal die Kugel und lässt sie in den Abgrund fallen, so ist eines der wenigen Leben dahin. Die Kugel gewinnt mit der Zeit auch immer mehr an Geschwindigkeit, und mit jedem weiteren Level sind die Blöcke immer schwieriger zu treffen. Oft sind sie hinter unzerstörbaren Mauern positioniert, so dass man schon teilweise genau den richtigen Winkel finden muss, damit der Ball auch in die gewünschte Richtung fliegt. Zudem tummeln sich mit der Zeit immer mehr von den seltsamen Bewohnern der Dimension auf dem Bildschirm, die die Flugbahn der Kugel oftmals negativ beeinflussen. Zum Glück hinterlassen aber manche zerstörte Blöcke Extras, die aufgesammelt werden können (was allerdings nicht immer möglich ist, da man oft damit beschäftigt ist die Kugel aufzufangen, während die Extras gerade an einem vorbeifliegen) und einem das Leben in der von Doh kontrollierten Dimension etwas erleichtern. Ein Extra reduziert die Geschwindigkeit der Kugel, ein anderes macht euer Raumschiff größer, so dass es dann ein leichteres ist die Kugel nicht mehr zu verfehlen, ein weiteres nützliches Extra lässt die Kugel an dem Raumschiff für einige Sekunden lang haften, und es gibt auch ein sehr seltenes Extra, mit dem man sofort zum nächsten Level gelangen kann. Insgesamt müssen 32 Levels überwunden werden, bevor man dann letztendlich auf Doh, der als ein großes Gesicht in der Mitte des Raumes dargestellt wird, trifft. Hat man ihn aus dem Weg geräumt (was im Vergleich zu den letzten und sehr harten Levels einem wie ein Spaziergang vorkommen müsste), ist man von der nun bekannten Macht befreit und kann ein kurzes, sich wiederholendes, aber wirklich sehr gelungenes Musikstück der Endsequenz genießen.

Die mir bekannten drei Versionen des Spiels (Arcade-, Amiga- und C-64-Version) sind sehr sauber programmiert, woraus eine sehr flüssige und störungsfreie Spielbarkeit resultiert, die sich wiederum in einem hohen Motivations- und Spaßfaktor (Vorsicht Suchtgefahr!) wiederspiegelt. Durch die interessante Farb-, Form- und Mustergestaltung gelingt es Arkanoid auch wirklich sehr gut eine Atmosphäre einer fremden und bedrohlichen Dimension auszustrahlen, die den Spieler wirklich stundenlang gefangen halten kann. Alle, die ihre Reaktionsfähigkeit unter Beweis stellen möchten und noch zusätzlich ein Faible für Klassiker aus der guten alten Zeit haben, werden sicherlich ihre helle Freude bei diesem Spiel haben. Lediglich der wirklich sehr hohe Schwierigkeitsgrad kann auf Dauer für etwas Frust sorgen.