Mit Revenge of Doh bescherte uns Taito den offiziellen Nachfolger zu dem
bekanntesten Breakout-Spiel überhaupt. Arkanoid 2 bietet das schon
bekannte Spielprinzip mit gleicher grafischer Aufmachung und gleichem
Suchtfaktor, die schon den hervorragenden Vorgänger auszeichneten.
Wieder warten zahlreiche tückische Levels vollgepackt mit vielen
bunten, silbernen und unzerstörbaren Steinen auf wagemütige
Spieler, die den Mut haben sich dieser fast unmöglichen Aufgabe anzunehmen.
Revenge of Doh ist nicht bloß ein lauer Aufguss des wegweisenden
Vorläufers, wie man leicht annehmen könnte. Die zweite Befreiungsaktion
aus der seltsamen Dimension von Doh ist mit einigen neuen und wirklich
sehr interessanten Ideen angereichert, die das Spielvergnügen noch
zu steigern vermögen. Die tollste Neuerung besteht darin, dass
sich diesmal bei jeder erfolgreichen Säuberung eines Levels gleich
zwei unterschiedliche Wege, rechts und links am Bildschirmrand, aufmachen,
die jeweils in einen anderen neuen Spielabschnitt führen. Auf diese
Weise kann man seinen Weg zum Doh zumindest teilweise selbst bestimmen,
und so lassen sich auch unliebsame bzw. sehr harte Level umgehen. Schön,
nicht wahr? Dies kann aber in Wirklichkeit nur auf eingefleischte Hard-Core-Fans
von Arkanoid und wahre Breakout-Spezialisten zutreffen, da der zweite
Teil aus meiner Sicht noch um einiges schwieriger ausgefallen ist als
der erste. Ich bin über den 13. Level nicht mehr hinausgekommen,
und das trotz vieler langer Arkanoid-Sitzungen. Irgendwann wird die
Kugel so schnell, dass da selbst keines von den herunterfallenden und
zufallsgenerierten Extras mehr hilft, um sie immer wieder auffangen
zu können. Neben den überwiegend schon bekannten Bonus-Items
wie zum Beispiel die "Klebrige Hand" gibt es auch einige neue,
von denen mir die "Kometkugel", welche durch alle Blöcke
hindurchgeht als wären sie aus Butter, am besten gefällt.
Des Weiteren gibt es noch einen neuen Mittelgegner in der Mitte des
Spiels zu verzeichnen sowie eine neue fiese Variante von Doh, die sogar
den hartnäckigsten Spieler das Fürchten lehrt.
Alles in allem ist Arkanoid - Revenge of Doh eine sehr würdige
Weiterentwicklung des einfachen aber sehr fesselnden Vorgängers.
Es versprüht die gleiche, meiner Ansicht nach, ein wenig beklemmende
und kosmische Atmosphäre, welche auf jeden Fall für ein tolles
Spielerlebnis sorgt. Wäre da bloß nicht der unmenschlich
hohe Schwierigkeitsgrad, der für viel Frust und Demotivation sorgen
kann.
Zum Glück gibt es aber neben der technisch sehr anspruchsvollen
und münzverschlingenden Spielhallenversion noch die schönen
Heimumsetzungen für den C-64 und den Amiga. Wenn man sich mit der
Leistung des guten alten 8-Bit-Brotkastens, vor allem was die Grafik
angeht, zufrieden geben kann, bekommt man doch noch das große
Doh-Gesicht zu sehen, da es auf dem C-64 zumindest einige Möglichkeiten
zum Schummeln gibt. Die Amiga-Umsetzung von Arkanoid 2 ist aus meiner
Sicht aber die erste Wahl. Mit ähnlicher Grafik wie in der Spielhalle
und einem Schwierigkeitsgrad wie auf dem C-64, das ist Genuss pur! Dies
hinterlässt folglich einen sehr guten und abgerundeten Gesamteindruck
und motiviert immer wieder aufs Neue zum Spielen, und das trotz der
vielen wirklich sehr harten Levels. Ein besseres Breakout-Spiel kann
man sich auf dem Amiga wirklich nicht wünschen.
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