Arkanoid 2 - Revenge of Doh
Geschicklichkeit

Lyrion
Oktober 04
 

Mit Revenge of Doh bescherte uns Taito den offiziellen Nachfolger zu dem bekanntesten Breakout-Spiel überhaupt. Arkanoid 2 bietet das schon bekannte Spielprinzip mit gleicher grafischer Aufmachung und gleichem Suchtfaktor, die schon den hervorragenden Vorgänger auszeichneten. Wieder warten zahlreiche tückische Levels vollgepackt mit vielen bunten, silbernen und unzerstörbaren Steinen auf wagemütige Spieler, die den Mut haben sich dieser fast unmöglichen Aufgabe anzunehmen.

Revenge of Doh ist nicht bloß ein lauer Aufguss des wegweisenden Vorläufers, wie man leicht annehmen könnte. Die zweite Befreiungsaktion aus der seltsamen Dimension von Doh ist mit einigen neuen und wirklich sehr interessanten Ideen angereichert, die das Spielvergnügen noch zu steigern vermögen. Die tollste Neuerung besteht darin, dass sich diesmal bei jeder erfolgreichen Säuberung eines Levels gleich zwei unterschiedliche Wege, rechts und links am Bildschirmrand, aufmachen, die jeweils in einen anderen neuen Spielabschnitt führen. Auf diese Weise kann man seinen Weg zum Doh zumindest teilweise selbst bestimmen, und so lassen sich auch unliebsame bzw. sehr harte Level umgehen. Schön, nicht wahr? Dies kann aber in Wirklichkeit nur auf eingefleischte Hard-Core-Fans von Arkanoid und wahre Breakout-Spezialisten zutreffen, da der zweite Teil aus meiner Sicht noch um einiges schwieriger ausgefallen ist als der erste. Ich bin über den 13. Level nicht mehr hinausgekommen, und das trotz vieler langer Arkanoid-Sitzungen. Irgendwann wird die Kugel so schnell, dass da selbst keines von den herunterfallenden und zufallsgenerierten Extras mehr hilft, um sie immer wieder auffangen zu können. Neben den überwiegend schon bekannten Bonus-Items wie zum Beispiel die "Klebrige Hand" gibt es auch einige neue, von denen mir die "Kometkugel", welche durch alle Blöcke hindurchgeht als wären sie aus Butter, am besten gefällt. Des Weiteren gibt es noch einen neuen Mittelgegner in der Mitte des Spiels zu verzeichnen sowie eine neue fiese Variante von Doh, die sogar den hartnäckigsten Spieler das Fürchten lehrt.

Alles in allem ist Arkanoid - Revenge of Doh eine sehr würdige Weiterentwicklung des einfachen aber sehr fesselnden Vorgängers. Es versprüht die gleiche, meiner Ansicht nach, ein wenig beklemmende und kosmische Atmosphäre, welche auf jeden Fall für ein tolles Spielerlebnis sorgt. Wäre da bloß nicht der unmenschlich hohe Schwierigkeitsgrad, der für viel Frust und Demotivation sorgen kann.

Zum Glück gibt es aber neben der technisch sehr anspruchsvollen und münzverschlingenden Spielhallenversion noch die schönen Heimumsetzungen für den C-64 und den Amiga. Wenn man sich mit der Leistung des guten alten 8-Bit-Brotkastens, vor allem was die Grafik angeht, zufrieden geben kann, bekommt man doch noch das große Doh-Gesicht zu sehen, da es auf dem C-64 zumindest einige Möglichkeiten zum Schummeln gibt. Die Amiga-Umsetzung von Arkanoid 2 ist aus meiner Sicht aber die erste Wahl. Mit ähnlicher Grafik wie in der Spielhalle und einem Schwierigkeitsgrad wie auf dem C-64, das ist Genuss pur! Dies hinterlässt folglich einen sehr guten und abgerundeten Gesamteindruck und motiviert immer wieder aufs Neue zum Spielen, und das trotz der vielen wirklich sehr harten Levels. Ein besseres Breakout-Spiel kann man sich auf dem Amiga wirklich nicht wünschen.