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Die Shoot´em up´s von Taito, denen die Geschichte des Planeten
"Darius", der neuen Wahlheimat der Menschen, zugrunde liegt,
zählen neben den R-Type- und Gradius-Spielen zu den langlebigsten
und bekanntesten ihrer Zunft. Mit dem Slogan "Warning! A huge battleship
is approaching fast." hat sich die Darius-Reihe ebenfalls einen
sowohl charakteristischen als auch hervorragenden Ruf erarbeitet. Die
daraufhin folgenden riesigen Kampfschiffe, die immer an biomechanische
Fische und andere maritime Lebewesen erinnern, machen alle Darius-Spiele
unverwechselbar. Als frühere Bewahrer der Erde möchten sie
sich an der Menschheit rächen, die ihrem völlig ausgebeuteten
und verwahrlosten Heimatplaneten den Rücken gekehrt hat. Somit
behandeln diese relativ unkomplizierten Spiele bereits seit 1986 ein
brisantes und immer mehr in den Vordergrund rückendes Problem der
realen Welt. Nicht allzu anders wird es sich bei "Darius Burst"
für die PSP verhalten, das als letzter Teil der Reihe erst vor
einem Monat in Japan erschienenen ist und nun zu Sprache kommen soll.
Im Cockpit eines Silver Hawk sitzend geht es nach dem Start des Arcade-Modus
sofort mit berauschender Geschwindigkeit los. Man flitzt durch wirklich
wunderschöne Landschaften und erfreut sich dabei einer gelungenen
musikalischen Untermalung, die aufgrund der Unterstützung einer
weiblichen Stimme an "Darius Gaiden" erinnert. Die Bewaffnung
des eigenen Raumgleiters ist dabei nach wie vor mit der des allerersten
Darius-Spieles identisch. Man verfügt über ein Frontalgeschoss,
unterstützende Raketen sowie Schutzschilde, die erst nach Aufnahme
des passenden Power up´s aktiviert werden. Durch das Einsammeln
weiterer Power up´s wird die Bewaffnung nach und nach ausgebaut,
so dass man nach einiger Zeit über eine starke Feuerkraft verfügt.
Und diese geht beim Ableben auch nicht verloren, wie es bislang immer
der Fall war. Nur im Schwierigkeitsgrad "Hard" wird die Bewaffnung
um eine einzige Stufe zurückgeschraubt, was im Vergleich mit den
vorangegangenen Darius-Spielen lapidar ist, da man bei ihnen immer aller
Power up´s beraubt wurde, sofern nicht einer der zwei Waffen-Checkpoints
erreicht wurde, die im Fall der Frontalbewaffnung den Vulcan- jeweils
zum Laser- bzw. Plasma-Geschoss ausbauen. Somit spielt sich "Darius
Burst" wesentlich besser und entspannter als alle Vorgänger,
zumal man beim Verlust eines Lebens sofort wieder an Ort und Stelle
ins Spiel einsteigen darf. Rücksetzpunkte gehören hier ebenfalls
der Vergangenheit an. Durch den titelgebenden Burst-Beam, mit dem sich
noch leichter alles wegputzen lässt, spricht das ganze Unterfangen
auch Shoot´em up-Neulinge an, die mit dem Arcade-Modus wirklich
keine Probleme haben dürften.
Trotz der auf Anhieb erkennbaren spielerischen Weiterentwicklung stellte
sich bei mir nach dem Beenden des ersten Levels eine gewisse Enttäuschung
ein. Anstatt wie erwartet vor die Wahl zwischen Zone B und C gestellt
zu werden, geht es hier automatisch weiter, was für die Reihe absolut
untypisch ist. Die Splitterung erfolgt dann doch noch im nächsten
Level. Die in den letzten Darius-Spielen ausgelebte hohe Vielseitigkeit
geht dadurch aber verloren, zumal man bereits nach dem fünften
Level den Abspann zu sehen bekommt. Somit bietet das Spiel insgesamt
nur elf Levels mit vier unterschiedlichen Endbossen. Alle vorherigen
Zwischenbosse sind trotz unterschiedlicher Zonen identisch, was für
einen weiteren Dämpfer sorgt.
Zwei freispielbare Raumschiffe, die sich jedoch zu wenig vom ersten
abheben, sowie der Burst- und Mission-Modus sorgen aber noch für
eine frische Brise und somit zusätzliche Motivation. Im Burst-Modus
darf man erwartungsgemäß nach Lust und Laune mit dem Burst-Beam
hantieren, da dieser sich selbständig wieder auflädt. Die
Gegnerschar nimmt dagegen erheblich zu und die Standardbewaffnung ist
auf einem recht niedrigen Level fixiert. Zudem verfügt man nur
über ein einziges Leben, dafür aber von Anfang an über
ein recht starkes Schutzschild. Der Mission-Modus setzt einem diverse
Spielabschnitte mit bestimmten Voraussetzungen vor die Nase, die ebenfalls
mit einem einzigen Leben gemeistert werden müssen. Der Schwierigkeitsgrad
nimmt hier für meine Verhältnisse aber dermaßen schnell
zu, dass ich als Gelegenheitspilot schnell die Flinte ins Korn werfen
musste. Das ist eindeutig der Modus, der hartgesottene Shooter-Liebhaber
am meisten ansprechen wird.
Fazit: "Darius Burst" ist aus spielerischer und technischer
Sicht zweifellos ein gelungener Shooter und kann deshalb mit Sicherheit
als das beste portable Spiel der Reihe bezeichnet werden. Die mangelnde
Abwechslung für Gelegenheitsspieler, die einerseits mit dem Arcade-Modus
unter- und andrerseits mit dem Mission-Modus überfordert werden,
sorgt für einige Abstriche, so dass ich letztendlich nur das Prädikat
"Gut" vergeben kann. Profi-Spieler können die Gesamtwertung
für sich aber bedenkenlos um einen Punkt erhöhen, zumal hier
noch einige weitere Extras freigespielt werden können.
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