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"Dragon Quest - The Hand of the Heavenly Bride" ist der zweite
Teil der von Square Enix angekündigten Zenithia-Trilogie für
den Nintendo DS und somit die erste offizielle Veröffentlichung
des fünften Dragon Quest-Spieles außerhalb von Japan. Obwohl
ich bereits die ursprüngliche Super Famicom-Fassung in der englischen
Fanübersetzung durchgespielt habe, war meine Vorfreude auf "Die
Hand der Himmelsbraut", wie der Untertitel im deutschsprachigen
Raum lautet, riesig. Denn sowohl das mit Lorbeeren überhäufte
"Dragon Quest 8 - Journey of the Cursed King" als auch der
erste Teil der Zenithia-Trilogie "The Chapters of the Choosen"
kamen nicht ganz an dieses Spiel heran. Da ich bereits ein Review zum
Originalspiel verfasst habe, werde ich hier nur noch grob auf die einzelnen
Spielelemente eingehen und mich auf die wenigen Unterschiede beschränken.
Die Faszination von "The Hand of the Heavenly Bride" übt
nach wie vor der ungewöhnliche Storyverlauf aus. Auch wenn es salopp
betrachtet hier ebenfalls um den klassischen Gut-Böse-Konflikt
geht, drängt ihn die gut inszenierte Lebensgeschichte des Helden
stark in den Hintergrund. Die Höhen und Tiefen eines schwierigen,
aber erfüllten Lebens sorgen für eine einmalige und herzenswarme
Spielerfahrung. Mit der neuen und vor allem bunten Darstellungsweise
kommt diese noch lebhafter zur Geltung, auch wenn die Grafik kaum besser
als beim DS-Vorgänger ist. Die Mischung aus 2D- und 3D-Elementen
überzeugt nach wie vor und sorgt stellenweise für eine wirklich
atemraubende Atmosphäre. Diese wird wie immer durch die unverwechselbare
Musik von Koichi Sugiyama unterstrichen. Der Einbau der vorwiegend zufälligen
Monsterrekrutierung stellt einen weiteren erfrischenden Beitrag zum
Gesamtkonzept dar.
Soweit jedoch nichts Neues, denn abgesehen von der besseren technischen
Umsetzung war bereits alles im Originalspiel vorhanden. Die meisten
Änderungen wurden schon beim nur in Japan erschienenen Playstation
2-Remake vorgenommen und fallen auf den ersten Blick gar nicht auf.
So besteht die aktive Heldengruppe nicht wie beim Originalspiel nur
aus drei sondern aus vier Charakteren, was den Schwierigkeitsgrad, gerade
im Bezug auf den finalen Kampf, etwas senkt. Des Weiteren steht dem
Helden eine viel größere Anzahl an rekrutierbaren Monstern
zu Verfügung, was wiederum der Langzeitmotivation zu Gute kommt.
Sammelwütige Spieler dürfen sich über das Firlefanz-Museum
freuen, in dem sie regionale Kuriositäten oder Souvenirs ausstellen
können. Diese sind in jeder Ortschaft versteckt und viel schwieriger
als die bekannten Mini-Medaillen zu finden. Echte Zocker freuen sich
dagegen über die T&T-Spielbretter, bei denen es wie bei "Mensch
ärgere dich nicht" zugeht, nur mit einer beschränkten
Wurfanzahl. Die Einführung einer dritten heiratswilligen Dame ist
dagegen DS-exklusiv und wohl für diejenigen gedacht, die schon
alles zu kennen meinen. Durch die dominante, exzentrische sowie extrem
zickige und bissige Ehefrau lernen sie bereits die Hölle auf Erden
kennen. Wozu dann noch in die Unterwelt absteigen? ^^
"Dragon Quest - The Hand of the Heavenly Bride" gehört
zweifelsfrei zu den größten Momenten der Reihe. Yuji Horii,
der Dragon Quest-Schöpfer, zählt es sogar zu seinen Favoriten.
Also, worauf wartet ihr noch? Holt euch das Spiel sofort! Mit der abwechslungsreich
und liebevoll gestalteten deutschen Übersetzung wurde das Abenteuer
zudem zum ersten Mal professionell lokalisiert, so dass auch der dickköpfigste
Englischmuffel in den vollen Genuss dieses Meisterwerkes kommt.
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