Micro Machines
Geschicklichkeit

Barto
November 09
 

Schnelle Autos, gutes Essen und ein blubberndes Schaumbad. Diese absonderliche Kombination von Spielelementen weiß der Rennspielklassiker aus dem Hause Code Masters gekonnt zu verschmelzen. Wer die kleinen Plastikautos aus den Neunzigern noch kennt, weiß, was hier gespielt wird. Mit kleinen Modellautos rast ihr aus der Draufsicht über Küchentische, Badewannen und durch Sandkästen.

Zur Wahl stehen euch die Modi Challenge und Head to Head, in welchen ihr entweder in einer Rennserie mit mehreren Gegnern um den Pokal an den Start geht oder einen einzelnen Gegner herausfordert. Habt ihr euch für den Challenge-Modus entschieden, wählt ihr zunächst euren Fahrer aus einer Riege von elf Comicfiguren aus. Dann geht es gegen jeweils drei Gegner auf die abwechslungsreichen Strecken. Weiter kommt ihr nur, wenn ihr entweder den ersten oder zweiten Platz in den Rennen belegt. Landet ihr weiter hinten, könnt ihr euer Glück dank dreier Continues erneut versuchen. Im Head to Head-Modus fahrt ihr lediglich gegen einen einzigen Gegner. Wer in diesem Modus zuerst das zielrichtende Ende des Bildschirms erreicht, erhält einen von acht möglichen Siegpunkten. Beide Modi sind sehr unterhaltsam und motivierend, verfügen jedoch über die selben Kurse. Die Strecken sind dabei sehr abwechslungsreich und führen euch auch über Billard- und Schreibtische. Das Interessante dabei ist, dass ihr für jede Strecke ein anderes Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommt, vom Motorboot, über Rennwagen bis hin zu Panzern ist alles vertreten. Jeder fahrbare Untersatz steuert sich zudem komplett anders. Erschwerend kommen verschiedene Hindernisse auf der Fahrbahn hinzu, Öllachen lassen euch schliddern, Klebstoff bremst euch aus und Buchrücken werden als Rampen missbraucht.

Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei stetig an, ohne jedoch jemals wirklich zu hart zu werden! Anfänger werden motiviert und Profis bereits nach kurzer Zeit gefordert. Die Steuerung geht zudem gut von der Hand, außer Beschleunigen mit dem A-Knopf und Rückwärtsfahren mit dem B-Knopf gibt es nichts groß zu verinnerlichen. Auch an einen gelungenen Zwei-Spieler-Modus via Link-Kabel wurde gedacht. Gerade hier entfaltet sich das Prinzip der Schadenfreude exzellent.

Die Optik ist dabei für einen Game Boy-Titel sehr detailliert ausgefallen und hat einen charmanten Comiclook. Wer die Möglichkeit hat, spielt den Titel auf einem GBA oder GBC, denn hier erleichtert einem die Einfärbung etwas die Differenzierung zwischen Strecke und Umgebung zusätzlich. Die Musik weiß in den Menüs mit schönen Melodien erstaunlich gut zu unterhalten, während jedoch die Motorengeräusche während der Rennen sehr penetrant wirken.

Fazit: Insgesamt bieten die Miniflitzer wirklich ausgezeichnete Unterhaltung für einen oder zwei Spieler. Micro Machines ist definitiv eines der besten Rennspiele für den Game Boy und ist vor allem im Multiplayer immer wieder ein Spielspaßgarant mit hübscher Optik.