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Vorliegender Titel ist eines dieser unauffälligen Nischenprodukte,
die ich zunächst erfolgreich ignoriert habe. Mein Interesse an
Polarium beruhte dann schlussendlich auf Langeweile und der Tatsache,
dass vorliegender Titel zum echten Schnäppchenpreis erhältlich
ist.
Bei diesem Spiel handelt es sich um einen Vertreter des klassischen
Puzzle-Genres und ist von der Grundidee her Tetris-Fans ans Herz zu
legen. Auf einem rechteckigen Feld finden sich umrahmt von einem grauen
Streifen schwarze und weiße Quadrate, die es zu beseitigen gilt.
Dies geschieht mit Hilfe des Touchpens, indem ihr in möglichst
wenigen Zügen eine Linie durch die Felder zieht, die ihr umdrehen
möchtet. Wird ein Feld umgedreht, erscheint sein Negativ und entsprechend
einem vorgegebenen Muster muss unter Zeitdruck eine möglichst große
Anzahl an Feldern beseitigt werden. Dabei verschwinden nur einfarbige
Reihen, also komplett schwarze oder weiße. Den grauen Außenbereich
könnt Ihr dabei mitnutzen, ohne dass sich auf ihm Felder umdrehen.
Da das Ganze zu Beginn überraschend kompliziert erscheint, gibt
es ein hilfreiches Tutorial, das ich jedem wirklich nur empfehlen kann.
Erst wenn alles sitzt, solltet ihr euch an den Taktik- bzw. Aufgabenmodus
heranwagen. Der Aufgabenmodus mit ständig nachrückenden Steinen
erfordert sehr schnelles Denken und gutes Fingerspitzengefühl,
während im Taktikmodus 100 Rätsel zu knacken sind. Der Stress
im Aufgabenmodus ist dabei sehr schnell recht hoch, weswegen der Taktikmodus
vermutlich die meisten Freunde haben dürfte. Auch an einen guten
Zweispielermodus wurde freilich gedacht, der klassischen Tetris-Duellen
tatsächlich das Wasser in Bezug auf Hektik und Wutanfälle
pro Minute reichen kann.
Grafisch ist das Spiel in höchstem Maße schlicht gehalten,
kleine Effekte akzentuieren gut das Auflösen von Steinen und nichts
stört die Konzentration auf das Geschehen. Hier ist weniger definitiv
mehr und deswegen nicht gesamtbewertungsschmälernd. Der Sound ist
unauffällig und nicht störend, in Bezug auf die Gesamtwertung
gilt hier das gleiche wie bei der Grafik.
Polarium ist eigentlich ein rundum gelungener Titel, dem ich aber leider
aufgrund des teilweise haarsträubenden Schwierigkeitsgrades und
der zwar präzisen, aber Krämpfe verursachenden Steuerung nicht
mehr als acht von zehn Punkten geben kann.
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