Polarium
Puzzle


Barto
Februar 09

 


Vorliegender Titel ist eines dieser unauffälligen Nischenprodukte, die ich zunächst erfolgreich ignoriert habe. Mein Interesse an Polarium beruhte dann schlussendlich auf Langeweile und der Tatsache, dass vorliegender Titel zum echten Schnäppchenpreis erhältlich ist.

Bei diesem Spiel handelt es sich um einen Vertreter des klassischen Puzzle-Genres und ist von der Grundidee her Tetris-Fans ans Herz zu legen. Auf einem rechteckigen Feld finden sich umrahmt von einem grauen Streifen schwarze und weiße Quadrate, die es zu beseitigen gilt. Dies geschieht mit Hilfe des Touchpens, indem ihr in möglichst wenigen Zügen eine Linie durch die Felder zieht, die ihr umdrehen möchtet. Wird ein Feld umgedreht, erscheint sein Negativ und entsprechend einem vorgegebenen Muster muss unter Zeitdruck eine möglichst große Anzahl an Feldern beseitigt werden. Dabei verschwinden nur einfarbige Reihen, also komplett schwarze oder weiße. Den grauen Außenbereich könnt Ihr dabei mitnutzen, ohne dass sich auf ihm Felder umdrehen. Da das Ganze zu Beginn überraschend kompliziert erscheint, gibt es ein hilfreiches Tutorial, das ich jedem wirklich nur empfehlen kann. Erst wenn alles sitzt, solltet ihr euch an den Taktik- bzw. Aufgabenmodus heranwagen. Der Aufgabenmodus mit ständig nachrückenden Steinen erfordert sehr schnelles Denken und gutes Fingerspitzengefühl, während im Taktikmodus 100 Rätsel zu knacken sind. Der Stress im Aufgabenmodus ist dabei sehr schnell recht hoch, weswegen der Taktikmodus vermutlich die meisten Freunde haben dürfte. Auch an einen guten Zweispielermodus wurde freilich gedacht, der klassischen Tetris-Duellen tatsächlich das Wasser in Bezug auf Hektik und Wutanfälle pro Minute reichen kann.

Grafisch ist das Spiel in höchstem Maße schlicht gehalten, kleine Effekte akzentuieren gut das Auflösen von Steinen und nichts stört die Konzentration auf das Geschehen. Hier ist weniger definitiv mehr und deswegen nicht gesamtbewertungsschmälernd. Der Sound ist unauffällig und nicht störend, in Bezug auf die Gesamtwertung gilt hier das gleiche wie bei der Grafik.

Polarium ist eigentlich ein rundum gelungener Titel, dem ich aber leider aufgrund des teilweise haarsträubenden Schwierigkeitsgrades und der zwar präzisen, aber Krämpfe verursachenden Steuerung nicht mehr als acht von zehn Punkten geben kann.