Indiana Duck, Donald Jones oder Quackermain. Dies alles kommt heraus,
wenn Donald Duck beschließt, auf Schatzsuche zu gehen. Der Grund
dafür ist eine Schatzkarte, die er in einem alten Buch in Onkel Dagoberts
Bücherei findet. Der Verlockung wegen, endlich so reich wie sein
Onkel zu werden, lässt er sogar Daisy links liegen. Neben dem richtigen
Schatzsucheroutfit darf natürlich die richtige Waffe nicht fehlen:
eine Pistole, die Saugglocken abschießt. Nicht gerade die Waffe
für einen echten Helden, jedoch lustig und wirkungsvoll. So lassen
sich damit nicht nur kurzfristig alle Gegner ausschalten, sondern später
auch alle höheren Plattformen erreichen, indem man die Saugglocken
an Wände anhaftet und sie dann als Sprunghilfe missbraucht. Zusätzliche
Popcorn- und Bubblegeschosse runden die Möglichkeiten der Waffe ab.
Hüpfen und schießen gehören somit zu Donalds Hauptaktionen
in diesem klassischen Jump´n´run. Die vorhandene Fähigkeit
schnell laufen zu können wird eher selten abgerufen und ist nur an
einigen Stellen von Nutzen, um tödlichen Fallen zu entkommen. Im
Spiel bewegt man sich durch mehr als 20 einzelne Levels, immer auf der
Suche nach einem Hinweis über den Verbleib des begehrten Objekts
und immer auf der Hut vor den Schergen des bösen Kater Karlo. Denn
dieser hat von Donalds Vorhaben Wind bekommen und versucht nun seinerseits
an den Schatz zu gelangen. Alte Disney-Bekannte wie Goofy oder Daniel
Düsentrieb stehen Donald mit Rat und Tat zur Seite, so dass man dem
gemeinen Kater Karlo immer ein wenig voraus ist. Die einzelnen Levels
sind sehr abwechslungsreich und führen den Spieler in die entlegendsten
Winkel der Welt. Ob im tiefsten Urwald, in einer ägyptischen Pyramide,
in Indien oder am Südpol, überall gibt es etwas Neues zu entdecken.
Meistens handelt es sich dabei um eher unangenehme Überraschungen,
die am Anfang den Verlust eines Lebens zur Folge haben. Mit ein wenig
Übung stellen sich die kurzen Levels jedoch als relativ leicht heraus.
Das einzige Problem bei Quack Shot stellen, langfristig gesehen, die Endgegner
dar, muss man sie in der Regel doch gezielt am Kopf treffen. Mit etwas
Übung und der richtigen Strategie sind sie jedoch gut zu bewältigen,
werden aber vor allem Anfängern mehrere Anläufe abverlangen.
Die technische Seite von Quack Shot ist als gut zu bezeichnen. Die
Grafik ist im Großen und Ganzen ansehnlich, auch wenn man einige
Passagen schon beim Erscheinungstermin als veraltet bezeichnen würde.
Dafür macht die Spielfigur alles wieder wett. Donald sieht nicht
nur witzig aus, sondern ist es auch, vor allem wenn er zu viele Chilischoten
zu sich nimmt und dadurch sein Temperament mit ihm durchgeht. Die Steuerung
ist unkompliziert und lässt absolut keine Wünsche offen. Quack
Shot ist ein sehr gutes Jump´n´run-Spiel, auch wenn es wegen
des leichten Schwierigkeitsgrades auf Profis eher langweilig wirken
kann.
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