Serpent
Geschicklichkeit

Barto
November 09
 

Unscheinbar, ja fast hässlich kommt es daher, das Suchtspiel Serpent aus dem Hause Naxat. Das Game Boy-Modul bedient sich vom Spielprinzip her beim Heimcomputer-Klassiker Worm und dürfte vielen auch von einer späteren Variante namens Snake auf diversen Nokia-Telefonen bekannt sein.

Ihr steuert eine Schlange, die im Spielverlauf wächst und in einer Arena gegen eine befeindete Schlange zum Duell antritt. Als Sieger verlässt der Spieler die Arena, der es schafft, seinen Gegner in einer Sackgasse einzuklemmen. Diese Sackgassen baut ihr auf, indem ihr versucht, euch mit eurem Hinterleib um den Gegner zu wickeln. Da euer Gegenüber dasselbe probiert, müsst ihr stets eure eigenen Fluchtwege im Auge behalten. Aufsammelbare Extras wie Raketen und Wachstumsbeschleuniger helfen euch, die gegnerische Schlange in die Enge zu treiben. Meiden sollte man hingegen Gegenstände, die euch schrumpfen lassen, da diese nicht nur euch selbst, sondern auch eure Siegchancen enorm verkleinern. In unterschiedlichen Levels variieren zudem die Spielgeschwindigkeit und die KI der Gegner, ansonsten bleibt das Spielziel stets dasselbe, nämlich möglichst viele Siegpunkte zu sammeln. Der Zweispielermodus funktioniert ähnlich, bereitet jedoch noch mehr Freude, wenn euer Spielpartner ähnlich geschickt seine Schlange zu lenken weiß (Nicht, was ihr jetzt denkt! ;-)).

Die Steuerung fällt zu Beginn enorm gewöhnungsbedürftig aus, in Blickrichtung nach links lenkt ihr mit dem Steuerkreuz und nach rechts mit dem A-Button. Das führt zunächst zu Verwirrungen, wenn man statt nach oben nach unten schlängelt und umdenken muss. Nach ein paar Runden fangt ihr jedoch an, euch daran zu gewöhnen.

Graphisch macht das Modul einen denkbar schlechten Eindruck, minimale Klötzchen-Optik und magere Zwischenbildchen sind zwar nicht schön anzuschauen, aber zweckmäßig. Wesentlich besser fallen jedoch die Melodien aus, die erstaunlich catchy sind. Die Effekte quäken Game Boy-typisch belanglos vor sich hin, werden jedoch durch die gute Musik wieder wett gemacht.

Fazit: Trotz der mittelprächtigen Erscheinung sollte man Serpent eine Chance geben, denn bereits nach wenigen Runden entfaltet sich ein enormes Suchtpotenzial, das vor allem zu zweit für viel Gehässigkeit sorgen kann. Das Modul lässt sich in der Regel für wenige Euro schießen und sollte dann am besten doppelt erworben werden.