Hinter dem ungewöhnlichen Namen "Topper the Copper" verbirgt
sich ein nettes und mit einer kleinen Puzzle-Aufgabe gespicktes Jump´n´run,
das früher eine ziemlich lange Zeit zu meinen Favoriten unter dem
sehr großen Angebot der C-64-Spiele gehörte. Den Grund hierfür
lieferte die bei ihrer hüpfenden Bewegungsweise äußerst
lustig ausschauende hellblaue Spielfigur. Ohne jegliche Englisch-Kenntnisse
glaubte ich damals einen kleinen Roboter durch einen seltsamen Gebäudekomplex
zu steuern, aber dem Titel entsprechend begibt man sich bei diesem Spiel
mit einem im Polizeidienst stehenden Zylinderhut auf Ganovenjagd. Sieben
Tatverdächtige warten im Gerichtsaal auf einen Urteilsspruch, und
wie nicht anders zu erwarten, wird Topper mit den Ermittlungsarbeiten
beauftragt. Wie man es der kurzen Missionsbeschreibung entnehmen kann,
müssen zunächst acht mysteriöse, in Panzerschränken
versteckte Anhaltspunkte in dem Komplex gefunden und anschließend
gelöst werden, um anschließend den Täter überführen
zu können.
Spielerisch sieht das dann so aus, dass man die fünfzehn vorhandenen
Räume, welche auf drei mit einem scheinbar nur notdürftig
gebauten Lift verbundenen Etagen zu finden sind, durchquert und alle
Panzerschränke untersucht, in der Hoffnung möglichst schnell
auf die acht dringend benötigten Hinweise zu stoßen. In den
Gängen zwischen den Räumen wird neben dem Energiebalken, der
zum Lösen des Falls verbliebenen Zeit und der Anzahl der bereits
gefundenen Anhaltspunkte auch eine Karte des seltsamen Gebäudes
zwecks besserer Orientierung angezeigt. Die einzelnen Räume sind
alle komplett unterschiedlich aufgebaut, und das nicht nur in grafischer
Hinsicht. Relativ leicht zu durchqueren und zu durchsuchen sind nur
die wenigsten von ihnen. In den meisten lauern einige tödliche
und sehr gefährliche Fallen wie z.B. ansteigendes Wasser oder unliebsame
Gegner, welche bei Kontakt an Toppers Lebensenergie zehren. Da Topper
nur laufen, springen und sich wie ein Zylinderhut kleinmachen kann,
müssen die Gegner und Hindernisse immer geschickt umgangen werden.
Notfalls kann man noch die Polizeistation aufsuchen, auf der man seinen
Energievorrat regenerieren kann. Eine tödliche Gefahr geht aber
auch von dem Lift aus, denn beim Verfehlen des nach unten fahrenden,
an einem Gurt befestigten Eimers fällt man hinunter und landet
im heißen Heizkessel, der Antriebsquelle des Lifts. Aus diesem
Grund empfiehlt es sich stets in den nach oben fahrenden Eimer einzusteigen,
denn wenn man diesen verfehlt, landet man immer im nachkommenden zweiten
Eimer anstatt in der Feuersbrunst. Damit so etwas aber gar nicht erst
passieren kann, sollte man sich vorher gut mit der vor allem beim Springen
ein wenig gewöhnungsbedürftigen Steuerung vertraut machen.
Wenn diese erst einmal ins Blut übergegangen ist, wird man auch
sehr schnell das Spiel meistern können. Hat man alle acht Anhaltspunkte
beisammen, dann muss man nur noch den Raum mit dem großen Türschloss
besuchen, dort die Hinweise zusammensetzen und danach in den Gerichtsaal
mit den sieben Tatverdächtigen eilen, wo man nun eine von sieben
möglichen Anspielungen auf den Täter lesen kann. Jetzt muss
nur noch die richtige Zahl zwischen eins und sieben eingetippt und der
ausgewählte Tatverdächtige ins Gefängnis gebracht werden.
Danach ist das Spiel in jedem Fall vorbei, auch wenn man den falschen
Tatverdächtigen wählt. Sollte man richtig getippt haben, winken
10.000 Extra-Punkte und man sollte den Rang des Comissioners erhalten
haben. Ein Ending oder einen anderen Hinweis auf das erfolgreiche Durchspielen
gibt es nicht, was dem Spiel einen kleinen Minuspunkt beschert. Da die
sieben Andeutungen nicht unbedingt ganz nachvollziehbar sind, gibt es
nachfolgend eine Komplettlösung:
A bull may see your turn - drücke 1 für den roten Tatverdächtigen
Under foot you may drowse - drücke 2 für den grünen Tatverdächtigen
Try to aim for a clear sky - drücke 3 für den blauen Tatverdächtigen
Nicer as a cowardly plant - drücke 4 für den gelben Tatverdächtigen
Plutonium lier under me - drücke 5 für den violetten Tatverdächtigen
3 stripes cloud your sights - drücke 6 für den grauen Tatverdächtigen
Saucy word game teaches you - drücke 7 für den braunen Tatverdächtigen
"Topper the Copper" ist ein wirklich nettes Spiel, das auch
heute noch eine kurzfristige Unterhaltung bieten kann. Zugegeben, die
Grafiken sind, wenn auch schön gezeichnet, etwas schlicht, der
Spielumfang etwas zu kurz, da man das Spiel mit ein wenig Glück
und der vorausgesetzten Geschicklichkeit in einer Viertelstunde schaffen
kann, und das ganze Unterfangen wirkt wie eine Verniedlichung des Klassikers
"Impossible Mission". Aber all das wird von Toppers Charme
problemlos überspielt, so dass ich auch noch nach so vielen Jahren
immer wieder gerne dieses kleine Spiel lade und mich an der lustigen
Polizeiarbeit und dem einen dazu passenden Musikstück erfreue.
Daher denke ich, dass "Topper the Copper" nach wie vor solide
sieben Punkte wert ist.
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