Zamzara
Action

Minrod
November 09
 

Im futuristischen C-64-Jump´n´shot "Zamzara" muss man sich aus einer bedrohten Forschungsstation retten, deren Selbstzerstörungsmechanismus durch einen feindlichen Angriff ausgelöst wurde. Dem grünen Alien, in dessen Rolle man schlüpft, stehen dabei nicht mehr als 15 Minuten zur Verfügung. Im Normalfall würde man die 29 Spielabschnitte der Station schnell hinter sich bringen, wären sie nicht voll mit ekligen Invasoren gefüllt.

Glücklicherweise startet man mit einigen dicken Waffen im Gepäck. Neben der schnellfeuernden Standardkanone kann man mittels Funktionstasten auf vernichtende Laser- und Photonenwaffen zurückgreifen, die durch längeres Halten des Feuerknopfes aktiviert werden. Da sie recht verheerend sind, ist ihr Einsatz limitiert. Die Krönung des schweren Arsenals stellen aber die über die Leertaste aufrufbaren Raketen dar, die fast jeden Gegner mit nur einem einzigen Treffer vernichten. Da man nur drei Stück von ihnen mit sich führt, sollten sie wirklich gut überlegt eingesetzt werden. Dies verleiht dem sehr geradlinig aufgebauten Action-Spiel eine kleine taktische Nuance.

Trotz all der feurigen Argumente wird man sich mit dem Spiel dennoch sehr schwer tun. Aufgrund teilweise sehr ungünstig platzierter Gegner sowie einer etwas ungewohnten Steuerung, die kein Ducken, dafür aber Schweben erlaubt, mutiert "Zamzara" recht schnell zu einem Frusterlebnis. Die richtig dicken und gut inszenierten Monsterbrocken feuern dabei noch aus allen Kanonen, so dass der Energiebalken der drei verfügbaren Leben jedes Mal recht schnell dahinschwindet, zumal man durch den verzögerten Einsatz der Sonderwaffen an manchen Stellen zwangsläufig feindliche Treffer in Kauf nehmen muss. Hilfe in Form von zusätzlicher Munition oder Raketen ist extrem spärlich verteilt. Zusatzleben gibt es nur zwei, die man für jeweils zehn eingesammelte Gen-Flaschen erhält. Um die Mission perfekt abzuschließen, müssen diese 20 Flaschen auf dem Fluchtweg unbedingt eingesammelt werden.

Ungeachtet dessen ist "Zamzara" einen Blick wert. Die schicke Grafik und ein gelungener Titel-Soundtrack untermalen die dichte Science-Fiction-Atmosphäre, so dass das Spiel trotz des hohen Schwierigkeitsgrades überzeugt. Alternativ kann man im Internet die inoffizielle, etwas leichtere und weniger linear verlaufende erste Fassung finden, in der man einen Menschen im Weltraumanzug steuert.