Im futuristischen C-64-Jump´n´shot "Zamzara" muss
man sich aus einer bedrohten Forschungsstation retten, deren Selbstzerstörungsmechanismus
durch einen feindlichen Angriff ausgelöst wurde. Dem grünen
Alien, in dessen Rolle man schlüpft, stehen dabei nicht mehr als
15 Minuten zur Verfügung. Im Normalfall würde man die 29 Spielabschnitte
der Station schnell hinter sich bringen, wären sie nicht voll mit
ekligen Invasoren gefüllt.
Glücklicherweise startet man mit einigen dicken Waffen im Gepäck.
Neben der schnellfeuernden Standardkanone kann man mittels Funktionstasten
auf vernichtende Laser- und Photonenwaffen zurückgreifen, die durch
längeres Halten des Feuerknopfes aktiviert werden. Da sie recht
verheerend sind, ist ihr Einsatz limitiert. Die Krönung des schweren
Arsenals stellen aber die über die Leertaste aufrufbaren Raketen
dar, die fast jeden Gegner mit nur einem einzigen Treffer vernichten.
Da man nur drei Stück von ihnen mit sich führt, sollten sie
wirklich gut überlegt eingesetzt werden. Dies verleiht dem sehr
geradlinig aufgebauten Action-Spiel eine kleine taktische Nuance.
Trotz all der feurigen Argumente wird man sich mit dem Spiel dennoch
sehr schwer tun. Aufgrund teilweise sehr ungünstig platzierter
Gegner sowie einer etwas ungewohnten Steuerung, die kein Ducken, dafür
aber Schweben erlaubt, mutiert "Zamzara" recht schnell zu
einem Frusterlebnis. Die richtig dicken und gut inszenierten Monsterbrocken
feuern dabei noch aus allen Kanonen, so dass der Energiebalken der drei
verfügbaren Leben jedes Mal recht schnell dahinschwindet, zumal
man durch den verzögerten Einsatz der Sonderwaffen an manchen Stellen
zwangsläufig feindliche Treffer in Kauf nehmen muss. Hilfe in Form
von zusätzlicher Munition oder Raketen ist extrem spärlich
verteilt. Zusatzleben gibt es nur zwei, die man für jeweils zehn
eingesammelte Gen-Flaschen erhält. Um die Mission perfekt abzuschließen,
müssen diese 20 Flaschen auf dem Fluchtweg unbedingt eingesammelt
werden.
Ungeachtet dessen ist "Zamzara" einen Blick wert. Die schicke
Grafik und ein gelungener Titel-Soundtrack untermalen die dichte Science-Fiction-Atmosphäre,
so dass das Spiel trotz des hohen Schwierigkeitsgrades überzeugt.
Alternativ kann man im Internet die inoffizielle, etwas leichtere und
weniger linear verlaufende erste Fassung finden, in der man einen Menschen
im Weltraumanzug steuert.
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